Ich hab´s nicht gewusst | „Meningitis bewegt“

Impfentscheidung

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Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass der jährliche Welt-Sepsis-Tag am 13. September anstand. Zu diesem wichtigen Anlass lud mich „Meningitis bewegt.“, eine Initiative von GlaxoSmithKline, zum Digital Talk ein: Eine digitale Berichterstattung oder besser gesagt ein digitales Event, moderiert von Nina Bott, rund um das Thema Meningokokken und mögliche Folgeschäden.

 

Impfentscheidung

 

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Das Programm von „Meningitis bewegt“ klingt sehr vielseitig und vielsprechend

  • Ergebnisse zum Thema: „Wie lassen Eltern ihre Kinder Impfen?“
  • Bericht einer betroffenen Mutter über persönliche Erfahrungen mit einer Meningokokken-Erkrankung ihrer Tochter
  • Expertenbeitrag eines Arztes zum Thema Impfungen und der lange Weg hin zu einem Impfstoff
  • Kostenerstattung
  • Diskussion

 

Schon während des digitalen Events schaute ich in unserem Impfpass nach, ob meine Kinder gegen die häufigsten in Deutschland auftretenden Meningokokken-Gruppen geimpft sind, denn Meningokokken können Erkrankungen wie eben Meningitis (Hirnhautentzündung) oder aber auch eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen. Schnell sah ich, dass wir „nur“ die C-Impfung besaßen. Inzwischen gibt es in Deutschland drei verschiedene Impfungen: Neben der standardmäßig empfohlenen C-Impfung gibt es noch die Impfung gegen die häufigste Gruppe B (Einzelimpfung) sowie gegen die Gruppen ACWY (Kombi-Impfung). Ich fragte mich: „Wie kann das sein, dass wir, die die Impfungen als Privileg hier in Deutschland ansehen – was ganz allein meine persönliche Meinung widerspiegelt – diese Impfungen nicht haben?“

Schnell fand ich die Antwort: Es sind keine Impfungen, die in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Ich hätte selbst meinen Kinderarzt auf die verfügbaren Impfungen ansprechen und mich von ihm beraten lassen sollen. Inzwischen werden sie zwar schon auf Anfrage von einigen Krankenkassen teilweise oder ganz übernommen, aber dennoch muss hier oft die Initiative von den Eltern ausgehen. Es sei denn, man gehört zu bestimmten Risikogruppen. Für die werden bereits die anderen Impfungen übernommen.

 

Impfungen werden übernommen bei:

  • Menschen mit Störungen des Abwehrsystems
  • Laborpersonal
  • Reisenden in Länder mit vielen Meningokokken-Erkrankungen
  • Vor Pilgerreisen nach Mekka
  • Schülern und Studenten vor Auslandsaufenthalten in Länder mit einer Impfempfehlung
  • Bei regionalen Häufungen von Meningokokken-Erkrankungen
  • Bei bisher ungeimpften Kontaktpersonen von Erkrankten

 

Mögliche Wege zur Kostenerstattung

⦁ # 1 Kinder- und Jugendarzt nach einem vorgefertigten Formular zur Kostenerstattung von Impfungen fragen oder einfach auf ⦁www.meningitis-bewegt.de⦁ herunterladen.

⦁ # 2 Anfrageformular bei der Krankenkasse (am besten schriftlich) einreichen.

⦁ # 3 Falls die Zusage der Krankenkasse nicht direkt erfolgt: in Vorkasse gehen und im Anschluss diese Unterlagen an die Kasse schicken: Impfstoff-Rezept, Apothekenrechnung für den Impfstoff, Arztrechnung.

⦁ # 4 Falls nach 2-3 Wochen keine Rückmeldung kam: noch einmal die Krankenkasse kontaktieren. Es lohnt sich, erneut nachzufragen, da häufig Einzelfallentscheidungen getroffen werden.

 

Eine umfangreiche Liste findet ihr über die Homepage der Aufklärungseite „Meningitis bewegt“ sowie weitere sehr nützliche Tipps rund um die Kostenerstattung und Formulare.

Hier gibt es eine Liste der Krankenkasse, die die Impfung der gruppe B bereits teilwesise oder ganz übernehmen. Hier eine Liste derjenigen, die die Kombi-Impfung teilweise oder ganz erstatten.

 

„Ich für meinen Teil wusste nicht, dass die Gruppe B für die meisten Fälle in Deutschland verantwortlich ist, gefolgt von Y und C.“

Dies war mein persönlicher Ausgangspunkt, um mich über Meningokokken-Erkrankungen zu informieren und ein wenig Licht in meine Unwissenheit zu bringen. Denn was sind Meningokokken überhaupt und wie werden sie übertragen? Sind sie häufig oder doch eher selten? All das waren Fragen, die mir gleich in den Sinn schossen und die ich unbedingt sachlich beantwortet haben wollte – denn eins hilft Eltern nicht weiter: Panik. Natürlich ist die Gefahr groß, bei dem Thema Krankheiten und vor allem Kinderkrankheiten in eine Art Panik zu verfallen, aber dies möchte ich auf keinen Fall. Ich möchte zur Aufklärung beitragen und damit dem Thema Raum geben und ins Bewusstsein der Menschen rücken. So kann jeder am Ende für sich selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte.

 

Impfen gegen Meningitis

 

Was genau sind Meningokokken überhaupt?

Die Bakterien Neisseria meningitidis, auch Meningokokken genannt, verursachen in zwei Drittel aller Fälle eine eitrige Hirnhautentzündung, die sogenannte Meningitis. Bei einem Drittel der Fälle kommt es zu einer Blutstrominfektion, der sogenannten Sepsis. Meningokokken-Erkrankungen sind selten, können aber sehr schnell und oft schwer verlaufen. Das bedeutet, dass sie lebensbedrohlich werden können. Das Knifflige hierbei ist, dass die auftretenden Symptome einem grippalen Infekt sehr ähnlich sind. Mögliche Symptome sind Fieber, Erbrechen, Nackensteifigkeit, Krämpfe, Reizbarkeit oder Schläfrigkeit, eine vorgewölbte oder harte Fontanelle – das ist die Spalte zwischen den Schädelplatten von Säuglingen.

Die Folge der Erkrankung können unter anderem Hörverlust, Lernschwäche, motorische Verzögerungen, Narben oder der Verlust von Gliedmaßen darstellen. Bei jeder 5. Erkrankung kann es zu Spätfolgen, in 1 von 10 Fällen trotz intensivmedizinischer Versorgung auch zum Tod kommen.

Babys und Kleinkinder sind am häufigsten betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Ein zweiter Erkankungsgipfel ist bei Teenagern und Jugendlichen aufgrund des zunehmenden Körperkontaktes zu verzeichnen. Eine erneute Vorstellung beim Kinder- und Jugendarzt zur Besprechung des Impfschutzes ist ratsam, wenn man dies möchte.

Übertragen werden die Bakterien durch Tröpfchen, also durch Husten, Sprechen oder Niesen. Dabei trägt etwa jeder 10. Erwachsene – ohne es zu wissen – die Erreger in sich. Diese Erreger siedeln sich im
Nasen-Rachen-Raum an. Werden sie übertragen, können sie bei anderen zu einer Erkrankung führen, ohne dass der Überträger selbst krank wird oder davon weiß.

 

Mögliche Symptome einer Meningokokken-Erkrankung zusammengefasst:

⦁ hohes Fieber
⦁ harte oder vorgewölbte Fontanelle
⦁ getrübte Bewusstseinslage
⦁ Benommenheit
⦁ Erbrechen (Hirnhautentzündung)
⦁ Nackensteifheit (Hirnhautentzündung)
⦁ Einblutungen in die Haut (Blutvergiftung)
⦁ Kopfschmerzen
⦁ Lichtempfindlichkeit

 

 

Wann bricht die Erkrankung aus?

Nach der Ansteckung zeigen sich die ersten Beschwerden nach 2 bis 10 Tagen, in der Regel aber sogar schon nach 3 bis 4 Tagen. Die Betroffenen sind bis zu 7 Tage vor Beginn der Krankheitszeichen ansteckend. 24 Stunden nach Beginn einer wirksamen Antibiotika-Therapie sind Erkrankte nicht mehr ansteckend. Eine rasche Einnahme von Antibiotika verhindert meist Schlimmeres und schnelles Handeln reduziert mögliche Folgeschäden. Daher finde ich es so wichtig, selbst informiert zu sein, um gegebenenfalls schneller reagieren zu können. Das hat mir auch die Geschichte der betroffenen Mutter noch einmal gezeigt, die die Erfahrung machen musste, dass die Ärzte die Meningokokken-Erkrankung zuerst nicht erkannten. Die beiden hatten jedoch tierisch viel Glück und Kelly, die kleine Tochter, hat vermutlich keine Folgeschäden zu befürchten.

Viele Eltern sind nicht umfassend informiert

Ich selbst musste feststellen, dass ich vieles über Meningokokken nicht wusste und ich denke, so geht es vielen Eltern, oder? Diesem Fakt möchte ich etwas entgegenwirken und hoffe, dass ich mit diesem Beitrag, den ich dank des sehr informativen Digital Talks von „Meningitis bewegt.“ verfasst habe, informieren und aufklären konnte. Frau Leippert, die betroffene Mutter, erzählte uns auf dem digitalen Event die Krankheitsgeschichte ihrer Tochter und wie sie mit einem großen Schrecken davongekommen sind. Mir hat die Geschichte von dieser betroffenen Mama gezeigt, dass es so wichtig ist, auf sein Kind zu schauen und wahrzunehmen, was passiert. Man muss vielleicht nicht mit jedem Schnupfen zum Arzt, aber es ist ratsam, auf seine eigenen Gefühle und seinen Instinkt zu vertrauen.

«In freundlicher Zusammenarbeit mit GlaxoSmithKline»

NP-DE-MNX-WCNT-200105; 11/20

 

 

 

Tags: Alltag mit Baby, Baby, Gesundheit, Leben mit Kindern
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Ich bin 32 Jahre jung. Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder, kochen, backen und tanzen zusammen. Meinen Blog gründete ich an einem kühlen Februarmorgen im Jahr 2014, als ich nach der Geburt meines ersten Kindes wieder einmal dachte: "So wir mir, geht es sicherlich vielen anderen Eltern da draußen, wieso spricht denn keiner darüber?" In diesem Augenblick traf ich den Entschluss und offenbahrte meinem Partner: "Liebling? Ich blogge - jetzt!" und das war die Geburtsstunde meines Mamablogs. Schön, dass Du den Weg zu mir gefunden hast!
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