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Das 24 h Baby/Kind
Es fing alles bereits im Krankhaus an. Ich bekam bei 40+6 morgens einen Wehen Cocktail und durfte danach erst einmal wieder mach Hause gehen. Gegen Mittag riss meine Fruchtblase und ich bin erneut zum Krankhaus gefahren.
Ich hatte noch keine Wehe und durfte deswegen erst einmal aufs Zimmer.
Dort fingen die Wehen relativ schnell an und entwickelten sich relativ schnell zu extrem starken Wehen.
Ich bin dann zum Kreißsaal, wo mein Baby dann ziemlich schnell zur Welt kam.
Ab einsetzten der Wehen waren es genau 1 Stunde und 17 Minuten. Nach der Geburt gab es schon im Kreißsaal Probleme beim Anlegen an die Brust, denn die rechte Seite wollte sie einfach nicht nehmen. Wir dachten uns erst nichts dabei und die Tage im Krankhaus war noch alles ruhig und sie war sehr friedlich.
Bis auf das still Problem rechts, gab es keine weiteren Komplikationen oder Auffälligkeiten.
Doch schon, als wir dann nach Hause kamen fing sie abends an sich zu überstreckten und streckte ihren kleinen Kopf sich Richtung Po. Sie lag da wie ein c und schrie:
Stunden lang, Tage lang, Monate lang.
Wir sind irgendwann im Internet auf eine Seite gestoßen auf der das Thema Kiss Syndrom erklärt wurde.
Es wurde mir klar, dass sie genau diese Symptome hatte (Uber strecken, still Probleme und schreien)
Einen Termin beim Spezialisten bekamen wir erst Anfang Mai. (Sie wurde im Januar geboren) An vielen Tagen war es so heftig, dass wir nicht mal nach draußen gehen konnten, weil sie nur am Schreien war.
Es war keine Schöne Zeit.
Stunden lag wiegte ich sie, nahm sie in den Arm zum Trösten, weinte mit ihr.
Nach der Behandlung beim Spezialisten ging es dem Baby deutlich besser. Doch ein paar Sachen haben sich nicht verändert. Seit der Geburt wird sie nachts stündlich wach, trinkt immer noch 3-5 Flaschen. Tagsüber ist sie sehr auf Mama fixiert: nur Mama darf sie Füttern, wickeln, umziehen. Auch ins Bett geht sie nur mit mir, dabei muss ich sie ganz fest in den Arm nehmen.
Keiner darf sie sonst auf den Arm nehmen: Oma, Opa, Onkel, Papa alle werden lediglich angeschrien.
Es gibt selten gute Tage, wo auch mal die anderen sie auf den Arm nehmen dürfen. Duschen kann ich nur, wenn sie schläft, denn sobald sie Mama nicht sieht, geht das Geschrei los. Tagsüber schläft sie selbst nur im Tuch, manchmal ganz selten in Mamas Bett. Zudem isst sie tagsüber sehr wenig und holt viel nachts nach. Ich bin stark in der Vermutung, dass sie durch das Kiss Syndrom so ein empfindliches Kind ist, denn ihr ist ganz schnell alles viel zu viel und so trinkt sie die Milch auch nur in Mamas Bett, wenn Mama dabei ist. Essen tagsüber macht sie einfach kaum. Den Kinderwagen dürfen wir auch nicht benutzt. Sie will zu Mama ins Tragetuch – wo sie sich Sicher und Geborgen fühlt.
Aber ich genieße ihre Nähe, Nachts und auch am Tag!