Da war es nun passiert. „Mama, Mama – schau mal, hier ist es was schwarzes“ langsam streiche ich drüber. Doch so richtig was passieren tut nicht. Was zum Hencker ist das?
Plötzlich kommt es mir. Schwarz. Klein. In der Ellenbeuge. OH MEIN GOTT. Jetzt habe ich es. Ein Zeckenbiss. Am liebsten würde ich nur noch laut losschreien. So sehr Eckel ich mich in diesem Moment meines Lebens.
Inhaltsverzeichnis
Eine Zecke im Arm meines Sohnes
Gewarnt haben sie. So viele Menschen haben uns bereits dieses Jahr wieder vor diesen nervigen kleinen Spinnentierchen gewarnt. Eine Zeckenplage soll es geben. Letztes Jahr war es schon schlimm, doch dieses soll es noch schlimmer sein.
Für mich ein Graus. Manche mögen sich fragen, was ausgerechnet mein Kind im Waldkindergarten zu suchen hat. Aber ja, ich mag den Wald. Ich mag all die positiven Eigenschaften des Waldes. Die freie Natur. Seine Möglichkeiten sich auszupowern. Nur zu Hause brauche ich die kleinen Tiere nicht.
Zeckenbiss? Was ist zu tun?
Am Schlimmsten finde ich übrigens die Tatsache, dass sich dieses kleine Vieh mit seinen acht Beinchen sehr wahrscheinlich in der Kleidung meines Kindes oder in den Haaren versteckt hielt, denn gestern war es ganz sicher noch nicht am Arm und lange konnte der Parasit auch noch kein Gast bei meinem Sohn gewesen sein, denn dafür war er viel zu klein.
Worauf muss ich bei einem Zeckenbiss achten?
Diese kleinen Parasiten saugen sich nämlich voll Blut und lassen sich dann abfallen.
Je schneller man sie entdeckt, desto besser ist das für den Wirt, namens Mensch. Je später die Zecke entdeckt wird, desto eher kann es passieren, dass diese kleine Tierchen böse Krankheiten übertragen. Die wohl bekannteste unter ihnen. Borreliose. Nervig, schmerzend und ziemlich fies auch noch Jahre nach dem eigentlichen Zeckenbiss.
Was ist Borreliose?
Borreliose ist eine Erkrankung die durch den Erreger, der von Zecken beim Zeckenbiss an den Menschen übertragen wird, Borrelia ausgelöst wird. Die Erkrankung zeigt sich in unterschiedlichen Stadien. Begonnen bei einer leichten Rötung – der sogenannten Wanderröte in Stadium 1, bis hin zu starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Gliederschmerzen, Fieber und anderen typischen Symptomen aus Phase 2 bei einer Erkrankung mit Borreliose.
Im letzten Statium kann es sogar zu Schädigen im Nervensystem und der Organe kommen. Daher sollte ein Zeckenbiss nach der Entfernung der Zecke immer gut beobachtet werden. Bei einer Hautrötung an der jeweiligen Stelle kann mit einer Antibiotika Therapie begonnen werden.
Da mein Sohn zur absoluten Risikogruppe gehört:
- Kinder zwischen 5 und 9
- Erwachsene zwischen 60 und älter,
achte ich besonders auf einen ausreichenden Zeckenschutz im Wald. Allerdings bleibt bei der größten Sicherheit das Risiko nicht aus. Am liebsten sitzen Zecken in hoch gewachsenem Gras, Farnen – dem sogenannten Zeckenbusch, Sträuchern und Zweigen, die bis zu einer Höhe von etwa einem Meter gewachsen sind. Haben sie den Menschen befallen können sie sich auch mal in der Kleidung oder im Haar verstecken, bis sie sich einen Ort ausgesucht haben an dem sie sich in den Wirt beißen.
Wirksamer Zeckenschutz
Am besten schützt man die Kinder durch lange dünne, HELLE Kleidung auf der Zecken besser erkannt werden. Hosen in die Socken und darauf achten, dass die Kleidung den Körper so bedeckt, wie möglich ist. Zusätzlich können die Kinder ab einem Jahr mit Anti Brumm oder einem anderem Zecken- und Mückenspray eingesprüht werden. Die Aromen sollen Zecken vom Menschen abhalten. Es gibt das Spray, welches wir haben in drei Härtegraden. Einmal Naturell (ab einem Jahr), dann mit etwas Chemie (ab zwei Jahren) und mit noch mehr Chemie (für Erwachsene). VORSICHT! Der Wirkschutz geht nach einer gewissen Zeit verloren.
Jede Vorsicht ändert nichts daran, dass am Abend die Kinder gut abgesucht werden sollten.

Wo verstecken sich Zecken am liebsten?
Die Körperpartien unter den Armen, Ellenbeuge, Kniebeugen eignen sich sehr gut für Zecken, da sie dort nicht so schnell entdeckt werden. Hier sollte also besonders gut geschaut werden am Abend beim Umziehen.
Zeckenbiss und jetzt?
Hat alles nichts geholfen und der erste Zeckenbiss ist harte Realität geworden, hilft nichts anderes als die Zecke aus dem Körper zu entfernen. Hierfür gibt es extra Pinzetten und kleine Karten, die inzwischen überall ausliegen. Die Karte ist. glaube ich, tatsächlich der einfachste Weg. Man führt sie einfach unter die Zecke ein und hebelt das Tier damit quasi heraus. Am Ende ist es wichtig, dass vor allem der KOPF entfernt wurde. Ist dies nicht der Fall? Ab ins Krankenhaus. Bekommt man das kleine Tierchen nicht heraus? Muss man ebenfalls einmal kurz ins Krankenhaus.
Nachdem Zeckenbiss heißt es die Stelle gut beobachten, ob sich Rötungen ergeben oder ähnliche auffällige Symptome. Die Zecke sollte nach der Entfernung auf ein Tuch gelegt werden und im Klo unmittelbar herunter gespült werden.
Habt ihr noch Fragen?
Wie schaut es bei euch aus? Hatten eure Kinder oder ihr schon Zeckenbisse oder seit ihr noch verschont geblieben?
Ich muss sagen, dass ist wieder einmal so eine Sache, die man sich auch sparen könnte, aber mich fragt ja keiner.
Nun müssen wir durch die Zeckenzeit.