Wir zwei Beide
Familie

Danke, Du liebes Leben! So nah waren wir uns schon lange nicht mehr.

Unsere Ferien sind in vollem Gange. Eine Woche liegt hinter uns. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle. Zwischenzeitlich dachte ich mal, ich drehe durch. Ich glaube, es ist der Moment gewesen, als mir der Putzeimer umgefallen ist, der Mann über starke Übelkeit klagte und die Kinder mit kleinen Farbeimern durch die Wohnung rannten. Dezent hinterließen sie ihre Spuren. Keine Ahnung wie die Zwei immer an alle Sachen kommen, die ich so gut verstecke. Im Großen und Ganzen kommen wir gut klar. Wir verbringen viel Zeit miteinander. Lesen, Lachen und Staunen über uns und unsere Umwelt.

Danke!

Ich komme in den Genuss meinen Großen auspowern zu müssen, denn er ist wirklich nicht müde zu kriegen ohne seeeeeehhhrrr viel körperliche Belastung. Ein ganzer Tag auf der Couch? Eine schlecht Idee.

Wir haben viel Zeit füreinander. Rennen nicht von A nach B, sondern Verweilen bei C. So wie es uns eben passt. Ein herrliches Gefühl. Ein so wundervolles Gefühl, das ich unendlich viel Freiheit spüre. Keine unsichtbaren Zwänge, die mir so viel Pflichten in der Kindererziehung meiner aufbürden. Wir entscheiden nicht was gut ist für …, sondern nur was gut ist für uns.

Viel Gelächter

So kam es, dass wir drei aus dem Gefühl heraus ohne Druck und Zwang ins Bett gehen zu müssen eine spontane Kissenschlacht ins unser Leben ließen. So viel Gelächter und Gekicher hat es hier lange nicht mehr gegeben. Wir kugelten uns vor Lachen. Tobten wild durch die Ecken unseres Kinderzimmers. Am Ende gab es keinen von uns, der keine Bauchschmerzen vor Lachen hatte.

So viel Gekicher

Meinem Sohn bin ich gefühlt Wochen nicht mehr so nah gewesen. Als er sich nach der Toberei erschöpft in meine Arme warf, fühlte es sich beinah fremd an. Wir umarmen uns viel. Kuscheln viel. So unendlich viel. Körpernähe ist uns allen wichtig und doch, fühlte sich dieser Moment inniger an, als je zuvor. So vertraut von einer anderen Zeit. So fremd in dieser Jetzigen.

Ich bin so dankbar, dass wir das Erleben dürfen. Muss es ausformulieren, um es nicht zu vergessen. Mir ist es wichtig, dass ich mir vor Augen führe, wie wichtig unsere Freiheit ist, wie unwichtig jeder aufgezwungene Moment der Anderen, wenn es nur darum geht ,Wir zu sein.

Es sind nur wenige Minuten, in denen wir die Kontrolle verlieren. Wenige Minuten, die unser ganzes Leben auf den Kopf stellen können.

 

Ich bin 30 Jahre jung und inzwischen Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder. Kochen, backen und tanzen zusammen.

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