9 Comments

  • Timm sagt:

    Hallo Alina,

    vielen Dank für Deine intimen Gedanken und Erfahrungen, die Du zur Geburt von Samuel hattest.
    Es tut mir richtig leid, dass dieses Leid, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch durchlebtest.
    Hebammen sind unheimlich wichtig. Das wird immer wieder gerne von den Politikern vergessen. Doch diese Menschen sind es oft, die Vertrauen in die Schwangerschaft geben können.
    Nicht bei jeder klappt es, daher ist es immer nötig, mehrere Hebammen zu testen. Doch das wird durch den zunehmenden Wegfall von Hebammen immer schwieriger werden.

    Ich hatte mich wie um so viele Dinge auch um Hebammen für die Mutter meines Kindes gekümmert. Ich tat es gerne, doch nur sie durfte sich für ihre Hebamme entscheiden.
    Für mich war es unheimlich wichtig, dass die Mutter entspannt sein kann und Vertrauen in sich selbst entwickelt. Es sollte eine „normale“ Geburt werden und auch wenn es das erste Kind ist, glaubten wir an das Gute.
    Die Voruntersuchungen verliefen richtig toll und wir hatten auch kein Problem damit, öfters die Hebamme oder den Arzt aufzusuchen, weil sie Fragen hatte oder sich etwas unsicher fühlte. Wir haben immer gesagt, das in diesem Fall lieber zu oft als zu wenig sich um die Geburt gekümmert werden sollte. Egal ob es der Arzt oder sonst wer für übertrieben hielt.
    Die Schwangerschaft an sich verlief ruhig. Nur der Zuckerspiegel machte sie zu schaffen. Doch das haben wir gemeistert.
    Am Tag der Geburt, wollten wir eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, weil sich die Wehen nicht so einstellen wollten. Sie konnte gleich dort bleiben, weil nur noch ein paar Tropfen vorhanden war. Sie blieb in der Klinik, ich holte die Sachen von zu Hause und 15 Stunden später war ich stolzer Papa, dem ich gleich „Ein Männlein steht im Walde…“ vor pfiff und die Nabelschnur durchtrennte.
    Er ist und bleibt das Schönste und Beste, was mir je passieren konnte. :)
    LG Timm

  • Martamam sagt:

    Hallo, das klingt nach einer wirklich schwierigen Entbindung. Ich selbst habe nie erwartet, dass eine Geburt mit Walgesängen und Kerzenschein „schön“ sein sollte. Aber es ist wichtig, dass man Vertrauen hat, in sich, in das Leben und ja, ins Klinikpersonal. Ich habe mich daher trotz einer unspektakulären ersten Entbindung beim zweiten und dritten Kind für eine erfahrene Beleghebamme entschieden, die mich durch die Schwangerschaften, unter den Entbindungen in der Klinik und danach betreut hat. Mir tat das gut, denn wir haben uns schon frühzeitig kennengelernt und sie wusste zu jeder Zeit wie es mir geht. Ich hoffe sehr, dass Du bald Deinen Frieden machen kannst mit Deinem Geburtserlebnis. Es besteht die Möglichkeit, seine Klinikunterlagen anzufordern und mit einer erfahrenen Hebamme oder Ärztin durchzusprechen. Ich hatte das Bedürfnis danach nie, aber vielleicht möchtest Du das irgendwann mal und vielleicht hilft es Dir? Sei ganz lieb gegrüßt, Martamam

    • Alina sagt:

      Aber genau darum geht es ja. Das ist meine Hoffnung fürs nächste mal und auch der Grund warum ich nun meine Geburt niederschreibe in einer Zeit in der sie so auf der Prügung stehen, aber was soll ich ohne solch eine erfahrene Hebamme machen? Dann weiß ich jetzt schon, dass meine natürliche Geburt für immer ein Wunsch bleiben wird. Noch ein Kaiserschnitt und dann wird es eh nur noch einer. ICh glaube mit der ersten Hebamme hätte ich viel mehr erreicht, als mit der zweiten – das ist leider so. SO gern ich sie auch hatte, aber die erste war top, die hatte es drauf da klappte es einfach.

      Danke dir

  • Jennifer sagt:

    Vielen Dank für deinen Bericht…mir sind gerade die Tränen die Wange heruntergelaufen. Es ist bei mir gerade erst einmal 6 Tage her, dass ein Notkaiserschnitt gemacht werden musste. Während des Setzens der Spinatanästhesie ist mein Kreislauf zusammengebrochen und die Herztöne meiner Maus wurden so schlecht, dass die Notsectio die letzte Rettung war. So, wie du das Erlebte schilderst, war es auch bei mir. Man hat das Gefühl, als würde man von einer Lawine überrollt werden…so viele fremde Menschen, die auf einmal Entscheidungen treffen, die man gar nicht mehr beeinflussen kann. Ich bin traurig, dass es zu einem Kaiserschnitt kommen musste, aber auf froh, dass mein Kind alles so gut überstanden hat. Das ist wirklich das Wichtigste. Trotzdem bin ich mir sicher, dass auch ich noch ein Weilchen an all dem knabbern werde…! Dir wünsche ich alles Liebe und Gute und hoffe, dass sich das Erlebte bald noch ein bisschen setzen wird. Hey, du hast es geschafft!!!!

    • Alina sagt:

      Hey du wundervolle Mutter,

      danke für deine Worte und es tut mir schrecklich leid, dass du so viel mitmachen musstest, aber gib dir Zeit es wird.

      Ich habe viel hinter mir gelassen nur merke ich immer wieder, wenn ich drüber rede – dann, aber auch das wird besser werden.
      Meine Hoffnung damals waren noch die Beleghebammen für die nächste Geburt. Bzw. etwas ähnliches, aber ich denke wenn es so weiter geht mit den Hebammen und den drei Schichten wird es nur noch schlechter werden, denn die die Ahnung haben sind Hebammen und nicht die Ärzte. Von Geburten haben leider Ärzte so gar keine Ahnung.

      Naja, mal abwarten was noch passiert.

  • Bei „meine Geburt“ denke ich immer das DU geboren wurdest und nicht dein Sohn, denn war ja dessen Geburt – das verirrt mich etwas, aber dennoch ein sehr persönlicher Einblick in deine Gedankenwelt.

    Kinder und das bekommen dieser sind für mich persönlich ein rotes Tuch. Ich bewundere die Menschen die das können …

    Liebe Grüße
    Justine

  • Claudia sagt:

    Deine Geburt klingt wie meine,nur dass die Anästhesistin es bei mir leider nicht hin bekommen hat eine PDA zu legen und nach 5 Versuchen aufgab,ich noch an die Tokolyse kam um ja die Wehen zu reduzieren und schlussendlich zusammen gebrochen bin und eine Vollnarkose verpasst bekommen habe.. ich kämpfe immernoch damit und bin jetzt wieder schwanger.. mit unendlicher Angst vor der Geburt.

    • Alina sagt:

      Ich wünsche dir für deine nächste Geburt alles erdenklich Gute von ganzem Herzen. Hast du denn nun etwas verändert? Neue Klinik oder sonstiges?

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