Familienleben genießen
Familie,  Kids & Me

Das Familienleben könnte doch so schön sein, wenn wir nur endlich mal den Druck rausnehmen, oder?

Werbung | „Dont-worry, be family“ dies ist die neue Kampagne des Familien-Unternehmens BabyOne. Das Familien-Unternehmen, das bereits seit 30 Jahren weiß wovon es spricht, da es von einer echten Familie gegründet und mit viel Leidenschaft geleitet wird. Was hätte ich mir als werdende Mama Geschichten gewünscht, die zeigen, dass Familie so viel mehr ist, als der Wunsch nach Perfektion. Hätte ich die ein oder andere Situation in unserem Familienleben gleich mit etwas mehr Humor gesehen, anstatt sorgenvoll die Zukunft der Kinder in Gefahr zu sehen, wäre dies meinem seelischen Gleichgewicht sicher zu Gute kommen.

Familienleben ganz ehrlich

Stattdessen musste ich wirklich einen harten Weg durch diesen Dschungel an Selbstvorwürfen und Selbstzweifeln laufen, um am Ende herauszufinden, dass das echte Familienleben tatsächlich mit heftigen Trotzanfällen, Süßigkeiten vor dem Mittagessen und unvorhergesehenen Situationen steckt.

Was uns allen dabei wirklich gut tut ist die jeweilige Situation mit Humor anzunehmen. „Dont worry, be Family“ trifft es sehr gut. Und soll ich euch was verraten? Es schadet niemandem Druck rauszunehmen und Harmonie einziehen zu lassen.

Manchmal läuft es anders als geplant

Als mein Großer noch klein war, gab es mal eine klassische Situation bei uns zu Hause. Ich, die Mama hab im Badezimmer irgendwie die Zeit vergessen, während mein kleiner Mann alleine im Wohnzimmer gewesen ist. Es war sehr ruhig. Eigentlich ein Indiz für die absolute Katastrophe. Ich glaube, er war damals ca. ein Jahr alt, also steckte mitten im Beikost Alter und Fingerfood, aber eins hatte er bis Dato sicherlich noch nie bekommen – Süßigkeiten. Ich genoss die Stille in unserer kleinen Wohnung jedoch so sehr zu diesem Zeitpunkt, dass sie mir überhaupt nicht auffiel.

Irgendwann kam mir mein kleiner Mann jedoch ins Badezimmer gefolgt und ich muss sagen, ich bekam wirklich einen Schreck. Er war von oben bis unten voll in Schokolade getränkt. Irgendwie hatte ich diese auf dem Tisch liegen gelassen und er muss sie gefunden haben. Geschmeckt scheint sie auch zu haben. In dem Moment traf mich der Schreck vor diesem kleinen Schokoladenmonster, aber die Familie hatte ihre Freude mit dieser Geschichte.

Hätte ich mich in diesem Moment frei machen können von meinen Ängsten und Sorgen wäre das für mich nur besser gewesen. Heute weiß ich, diese Situation hat meinem aktuell 5-jährigen Sohnemann überhaupt nicht geschadet. Bei anschauen seines Bildes müssen wir beide inzwischen herzhaft lachen.

Familienleben genießen

Solch ein Dilemma

Ebenso wie bei seiner Aktion als er seinen (noch unberührten) Toilettensitz mal anprobieren wollte. Im Moment als ich sah, was er da tat, schrie ich noch laut „STOPP“, aber da war es schon zu spät. Der Toilettensitz hing, wie eine außergewöhnliche Kette an seinem Hals. Ich versuchte diese umgehend abzuziehen, aber nichts tat sich. Seine Ohren schienen im Weg zu sein. Wir trauten uns dem Papa unter die Augen zu treten. Er musste bei diesem Anblick, so leid es ihm auch tat, erst einmal schallend lachen und auch ich musste mich wirklich zusammenreißen angesichts dieser Situationskomik, dass unser Sohn einen Toilettensitz nun als Accessoire mit sich herumtrug. Blöde Situation, aber irgendwie auch einfach zu blöd, um ernst zu bleiben.

Oma und Opa waren auch zu Besuch und so hatten wir gleich mehrere Zuschauer für unser Dilemma. Alle verkniffen sich angesteckt das Lachen. Nur einer, der hatte wirklich überhaupt keine Freude mehr an diesem Abend – unser dreijähriger Sohn, der inzwischen etwas Panik bekam.

Erst versuchten wir die Ohren etwas einzufetten, was uns aber nicht gelang. Danach war der Papa dran, der mit viel Vorsicht und Geschicklichkeit mit Hilfe einer Säge das Material aus Plastik durchzuschneiden versuchte.

„Dont worry, be Family.“

Es dauerte gefühlt ewig bis sich etwas tat. Nach etwa 20 Minuten schaffte er es und unser geliebter kleiner Mann, der mal wieder neugieriger gewesen ist, als ihm gut tat war befreit. Hurra! Ich glaube, bis heute vergeht kein Familientreffen an dem DIESE SITUATION nicht zum Thema gemacht wird. Es war aber auch einfach zu herrlich.

Heute geht es ihm gut. Er hat keine Schäden davongetragen. Er hat viel für such aus dieser Situation gelernt.

Natürlich kann man immer sagen, da habt ihr aber wirklich Glück gehabt, das hätte auch ganz anders ausgehen können. Wir können uns aber auch einfach darüber freuen, wie es ausgegangen ist und den Druck, der so wieso an allen Ecken lauert raus nehmen. Uns gegenseitig stärken, gemeinsam lachen, anstatt zu verurteilen.

Genau aus diesem Grund, finde ich die neue Botschaft von BabyOne schlichtweg goldrichtig, besonders und sehr wertvoll für Familien.

Habe Mut für das nicht perfekte Familienleben. Es ist, wie es ist und macht uns alle nur noch glücklicher im Leben mit unseren Kindern. Auch ich bin zu meinem Vorstellungsgespräch nach der Elternzeit mit einem Brei beschmutzen Blazer gekommen. Meine Vorgesetzte hatte selbst Kinder und gemeinsam fanden wir über mein Missgeschick den perfekten Einstieg in ein wirklich entspanntes Vorstellungsgespräch. Ehrlich, offen und für beide Seiten eine schöne Zeit. Ganz anders, als man es sonst gewohnt ist. Für mich habe ich daraus gelernt, dass wir nur daraus profitieren können uns selbst den Druck zu nehmen und unseren Familienalltag so zu leben, wie er kommt. Ich musste als Mama von zwei Kindern diesen ganzen Weg durch Vorwürfe und Zweifel gehen, daher möchte ich jetzt, dank BabyOne an dieser Stelle dazu inspirieren schon früher sich selbst immer wieder zu sagen: „Familie ist gut genug, so wie sie ist.“

 

„Dont worry, be Family.“

 

 

Ich bin 30 Jahre jung und inzwischen Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder. Kochen, backen und tanzen zusammen.

9 Comments

  • Nicole Schönhoff

    Ich muss sagen das ich mit jedem weiteren Kind entspannter würde. Es sind Kinder und sie entdecken die Welt „so wie es ihnen gefällt“. Wärend ich beim ersten Kind bei jeder Kleinigkeit unsicher usw war, war es beim zweiten Kind halb so schlimm und nun beim dritten lasse ich oft 5 einfach gerade sein. Das Leben mit Kindern ist zu wertvoll um sich unnötig aufzuregen oder zu ärgern.

  • Julie

    Wir sind alles nur Menschen und Menschen machen Fehler. Außerdem gibt es das perfekte Familienleben nicht. Wenn du jetzt die Schokolade durch Katzenkot ersetzt, kannst du dir ausmalen, was mir mit dem ersten Kind passiert ist. Kein Zähneputzen, keine Mundspülung, nichts half. Am Ende saß ich heulend auf dem Boden.
    Heute lachen wir darüber. Solche Dinge passieren und haben alle Potential für lustige Geschichten in ein paar Jahren.

  • Mama geht online

    Du sagst es. Schöner Beitrag. Also ich mache mir schon lange keinen Kopf mehr und bin viel ruhiger g eworden. Auch wenn Junior mal was kaputt macht oder die frisch gestrichene Wand ruiniert ist, dann denke ich mir kurz: Es ist passiert, was nützt es jetzt, wenn ich das Kind anbrülle, um meinen Unmut zu verkünden. Kurz durchatmen und dann die Situation irgenwie retten …
    LG Anke

  • JesS von feierSun.de

    Wenn ich alles hinnehmen würde, wäre es ein riesen Rückschritt für mich. Aber ich verstehe was du meinst. Ich glaube daran, dass wenn jede Familie auf sich schaut – jedes Mitglied und nicht nur die Kinder, sonder das ganze betrachten, dann kann das eine gute Basis sein. Gerade als Unternehmer hat an oft einfach Termine, Kunden, Deadlines und Verpflichtungen – da ist es wichtig das wir unsere Form von Bedürfnisorientiert leben und die eben auf die Bedürfnisse ALLER Familienmitglieder schaut. Mal braucht der eine mehr, mal der andere und am Ende wir alle.

    • Alina

      Ja, das ist auch richtig. Ich glaube, da ist etwas falsch rübergekommen. Es geht mehr um die kleinen Dinge, wie Schokolade gefunden oder die berühmte Stille im Kinderzimmer, der Brei auf dem Blazer und nicht, dass Bedürfnisse nicht gesehen werden.

  • Julia

    Druck von Außen finde ich auch mehr als schädlich und/oder wenn wir uns dann auch noch selbst Druck machen, dann kann das eigentlich auch nur schädlich für die Zufriedenheit aller Familienmitglieder sein. Aber ich weigere mich, alles einfach hinzunehmen, denn dann wäre für mich keine Entwicklung mehr möglich. Deshalb zwar sowas wie „Schwamm drüber, passiert ist passiert“, aber trotzdem mit dem Zusatz, dass ich das so nicht nochmal machen möchte, reflektiert aus so ziemlich jeder Situation gehe und mir überlege, was ich das nächste Mal anders machen möchte. ❤️ dann passieren diese ohne Ähnliche Missgeschicke oder Reaktionen meinerseits eben nicht nich am. Das finde ich extrem wichtig! Und (je nach dem was es war) unbedingt ein „es tut mir leid“

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