8 Comments

  • Lisa sagt:

    Das schlimmste ist denke ich, die Fragen zu beantworten und zu wissen, dass meine eh keine Hilfe bekommt. – Wie viele Menschen bekommen das mit, dass Kinder (oder auch Erwachsene) geschlagen werden und sehen zu….oder versuchen weg zu hören, da es sie selbst nicht betrifft? – Manch eine/r weiß auch gar nicht, wie man helfen könnte….Leider. – Schlimm sind aber auch Sprüche,wenn man in der Kindheit nicht geschlagen wurde wie „du wurdest viel zu selten geprügelt, hätte ich das getan, wärest du anders geworden“….

  • NASH sagt:

    Liebe anonyme Bloggerin,

    ich komme mir gerade vor, als hättest Du meine Kindheit zu Papier gebracht…
    Nur ganz kurz angerissen- denn würde man einfach alles rauslassen, könnte man Buchbände füllen.
    Für mich ist die Erklärung, dass meine Mutter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung haben muss. Meine Therapeutin äußerte sich mal den Verdacht.
    Ich habe bis Anfang dreißig immer wieder versucht, eine Beziehung zu dieser Frau zu haben. Bin einen langen Weg von Depressionen, Therapien etc gegangen, um aufzuarbeiten was sie mir angetan hat. Da aber die psychische Gewalt auch heute im Erwachsenenalter nie ein Ende fand, habe ich nun seit 2,5 Jahren keinen Kontakt mehr. Und es geht mir wirklich besser damit.
    Seit einem halben Jahr habe ich ein Kind und weiß genau was Du meinst- da kamen schlimme Gefühle hoch. Man schaut sein unschuldiges Kind an und weiß, dass man selbst so unschuldig auf diese Welt kam und fragt sich, wie dieses Monster fähig war all das mit einem so unschuldigen Wesen zu tun!?
    Ich werde mein Kind auch NIEMALS so behandeln. Und zum Glück hat man auch die Macht es umzusetzen, wenn man denn will.
    Unsere Mütter wollten wohl nicht wirklich.

    Die Narben bleiben – aber Du und ich- wir sind ein Beispiel dafür, dass wir die Kette unterbrechen können und nicht auch Täter werden, weil wir Opfer sind/waren. Alles Gute für Dich.

  • Bianca sagt:

    Ganz,ganz schlimm so etwas.
    Ich kenne das auch,besonders mit der Gabel auf dem teller kratzen kommt mir sehr bekannt vor. Allerdings bin ich dann mit 13 Jahren ins Kinderheim gekommen. Ob es besser oder schlechter war,naja darüber lässt sich streiten. Aber all das was wir erlebt haben haben uns zu dem gemacht was wir heute sind,und ich für meinen Teil bin sehr stolz auf das was aus mir geworden ist :) Wer weiss wie ich geworden wäre hätte ich all diese Erfahrungen nicht gemacht, so versuche ich mir das ganze immer*schön* zu rden..

    Liebe Grüsse und alles,alles gute,
    Bianca

  • Frida Mercury sagt:

    Vielen Dank für diesen mutigen und ehrlichen Post! Ich bewundere Menschen die so ehrlich über ihre schlimmsten Erlebnisse schreiben können…

    Einer meiner Exfreunde war auch ein misshandeltes Kind, mit 2 Jahren durch die Wohnung getreten und so ging sein Leben weiter. Ich habe ihn einige Jahre lang begleitet und was soll ich sagen, er hat sein Leben nie wirklich in den Griff gekriegt und ist nach wie vor total unglücklich.

    Ganz schlimm finde ich wenn ich heute von Eltern höre, wie sie mit ihren Kindern umgehen (nur mal ein Klaps, ins Zimmer sperren, vor Gästen auf den Hintern hauen usw.) und das auch noch rechtfertigen mit einer guten Erziehung. Aufklärung ist so wichtig…

    Liebe Grüße, Frida

    • Alina sagt:

      ch bewundre sie auch und ich glaube sie freut sich sehr über deinen Post und unser Mitgefühl.

      du hast es ja anscheinend auch miterleben dürfen wie es ist, wenn jemand nicht daraus kommt und gerade deswegen finde ich ihren Text so toll, weil man ihre Wut merkt und das ist der erste und beste Schritt und sie sich traut ihre eigene Familie zu haben.

      Danke Frida sie wird es sicherlich alles lesen was wir schreiben

  • Bella sagt:

    Oh man, da wird mir gleich anders beim lesen. Ich frage mich als Mutter immer wieder, wie man beim Blick in Kinderaugen zu so etwas fähig ist. Wie kann man einem Kind Leid antun? Es ist für mich unvorstellbar. Danke, liebe Anonyme, fürs Teilhaben und danke, liebe Alina,Teilen der Geschichte. Ich bin glücklicherweise nie in der Situation gewesen, weiß aber zu gut, dass es viele gibt, die Angst haben. Auch vor der Situation, dann selbst Mama zu sein.

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