5 Comments

  • Flo sagt:

    Ich betreue 170 Stunden lang jeden Monat 8 Kinder mit teils großen Auffälligkeiten – und kann dir sagen: Das was du da machst ist absolut im Rahmen und eine wesentlich bessere Erziehung als es das Lehrbuch vorschreibt. Das große Problem der Pädagogik ist schon immer die Transformaion in die Realität, die Praxis.

    Es hilft nicht, immer nur nett und lieb zu sein, sondern es ist bedeutend wichtiger, authentisch zu sein. Und wenn einem etwas so dermaßen aufregt, dass man einfach mal laut sein möchte, dann sei das – denn das bringt deinem Kind mehr, als wenn du nur so tust als ob. Kinder können vllt nicht alles artikulieren, aber dennoch spüren sie genau, ob du etwas ernst meinst oder nur vorgibst zu tun. Ein schlechter Tag in der Arbeit rechtfertig auch eine schlechte Laune am Abend: Wenngleich du natürlich nichtu nfair sein darfst. Aber wo kommen wir denn da sonst hin? Dein Kind muss genauso verstehen lernen, dass Mama nicht die personifizierte Glücksfee ist, sondern auch Emotionen hat, gute wie auch eben schlechte.

    So wie ich das lese machst du das gut. Geh nicht von dem Weg ab. Ehrlichkeit, authentisch sein und am Ende des Tages ein gutes Vorbild gewesen sein: Das ist was zählt. Werte und Normen mitgeben, den Verstand schräfen, erlauben Fehler zu machen. Das gehört zu einer guten Mutter. Und einem guten Vater.

  • Warum stellt man sich immer wieder in Frage? Es gibt Tage da ist man der Fels in der Brandung, dann gibt es Tage da ist man das Fähnchen im Wind. Kinder brauchen Regeln und Grenzen, dass gibt ihnen Sicherheit. Manchmal sind direkte Konsequenzen besser, als wiederkehrende Diskussionen. Dem Kind immer nur drohen, sagt dem Kind nur – hier kann ich noch weiter gehen. Menschen machen Fehler, sie sind dazu da, um daraus zu lernen, wenn Du im Nachhinein empfindest, dass Du vielleicht zu impulsiv reagiert hast, dann wäre das doch der perfekte Zeitpunkt, wie man das nächste Mal sich darauf vorbereiten kann. Es bringt allerdings nichts sich zu bewerten oder danach zu streben eine perfekt Mutter zu sein, das setzt einen nur unter Druck. Es ist völlig in Ordnung eine schlechte Mutter zu sein, hier liegt es in der eigenen Definition, was schlecht bedeutet. Ich bin Mama und mache Fehler, na und, passiert. Allerdings versuche ich stets das Beste daraus zu machen und mir ist es so etwas von egal, was andere über mich denken, weil es ist mein Leben, meine Erziehung, mein Kind. Eine wirklich schlechte Mutter ist eher selten, von daher kann ich Dir versichern, Du bist eine gute Mama, alleine dass Du Dir darüber Gedanken machst zeigt das und wenn Du mal nur an Dich denkst, dann ist das auch gut, denn wenn Du glücklich bist, ist es Dein Kind auch ;) Denk positiv.

  • Beatrice sagt:

    Dein Vater war authentisch in seinem ganzen Handeln! Das ist der Schlüssel. Man kann nicht alles „richtig“ machen. Aber man kann immer ehrlich sein! Das fühlen Kinder! Immer. Und das ist gut. Dann ist der Rest egal. :-)

  • Niggelo sagt:

    Wenn du eine schlechte Mutter wärst, dann würdest du dich gar nicht in Frage stellen. „Schlechte“ Mütter machen das nicht, glaube ich. ¨
    Diese Frage stelle ich mir heute sogar noch. Obwohl meine Kinder schon gross sind. Bin ich eine gute Mutter? Aber was macht eine gute Mutter aus? Diese zweite Frage stelle ich mir immer öfter in letzter Zeit.
    Zur Zeit bin ich vielleicht nicht objektiv genug, um darauf zu antworten. Auch ich habe Pädagogik studiert, habe mein Leben lang andere Leute Kinder versucht zu erziehen. Zu Hause dann weitergemacht. Als meine zwei dann in der Pubertät waren, war ihr häufigster Satz: „Mama, du bist hier nicht auf Arbeit!“ Tja, und auch ich glaubte ihnen alles mit auf den Weg zu geben. Sie zu mündigen, selbständigen jungen Leute zu erziehen. Die Voraussetzungen waren da. Schule, Ausbildungen – alles geklappt. Ich habe sie behütet, betüdelt, sie gefördert, gefordert, …. Meine Mutter meinte schon vor Jahren, dass ich viel zu viel Gedöns machen würde. Aber mir war das egal.

  • Lisa sagt:

    Liebes, wenn du eine schlechte Mutter bist, was bin dann ich?
    Ich habe für „Notfälle“, wenn absolut gar nichts mehr geht, eine Art stillen Stuhl. Wer da sitzt, muss zur Ruhe kommen und nachdenken, was schief gelaufen ist und manchmal dient dieser Stuhl sogar der Sicherheit, bevor „ich wirklich böse werde“ und nur noch zetere und schreie.
    Ja, Grenztestzeiten sind hart und krass und noch schlimmer ist es, wenn man eh schon einen harten Tag auf der Arbeit hatte.
    Ja, so zu reagieren IST Menschlich. Das hat nichts mit Schwäche oder Versagen oder so zu tun.
    Und denk dran, du bist schwanger! Dann ist es um so anstrengender ein Kind groß zu ziehen und auch noch zu arbeiten. Ich hab das auch durch (bis auf das arbeiten).
    Diese intuitive Erziehung ist sogar sehr gesund fürs Kind, finde ich. Woher soll er denn wissen, dass es wirklich wirklich wirklich gefährlich ist, wenn man Wasser in die Steckdose spritzt, wenn dir nicht die Panik im Gesicht steht und du laut wirst? Das hat die Natur mit Absicht so eingerichtet.
    Und auch die Androhung von Konsequenzen ist in Ordnung, so lange sie a) eingehalten werden und b) das Kindswohl nicht gefährden (z.b. Schläge). Meine Lieblingsdrohung ist übrigens keine Gutenachtgeschichte vor zu lesen. Klappt fast immer. ?

    Auch eine Mutter kann und muss nicht perfekt sein, Liebes.
    Fühl dich lieb gedrückt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.