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Waldkind Erfahrungen
Familie

Unsere Eingewöhnung im Waldkindergarten

Einen Monat liegt unsere Anfangszeit meines zweiten Kindes im Waldkindergarten nun zurück. Wie ist die Eingewöhnung gelaufen? Was braucht ein Kind, wenn es einen Waldkindergarten besucht und sind die Kinder wirklich, also so wirklich richtig in echt den ganzen Tag an der frischen Luft? Das sind die mitunter am häufigsten gestellten Fragen, die mich Tag für Tag in meinem Bekanntenkreis und via social Media erreichen. Hinter diesen zwei Fragen reit sich im Gespräch nach einen Minuten ziemlich schnell noch eine weitere Frage ein: „Wie machst du das mit der kurzen Betreuungszeit?“

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Vor- und Nachteile Waldkindergarten

Unsere Betreuungszeiten sind von kurz nach acht bis kurz vor zwei. Für mich von Anfang an perfekt, denn ich finde nichts schlimmer, als die Kids bis vier oder fünf im Kindergarten zu lassen. Oft geht es nicht anders, das weiß ich. Aus diesem Grund bin ich unfassbar dankbar darüber, dass wir solch ein gutes Netz aus Familie und Freunden haben, die vieles aufffangen, was wir als berufstätige Eltern nicht leisten können. So werden die Kinder zwei Mal in der Woche von Oma oder Opa abgeholt.

Wir verfügen also nur über 5 Stunden Betreeung in der Woche. In dieser Zeit befinden sich meine Kinder in einem Waldkindergarten, der über einen liebevoll ausgesatteten Bauwagen besitzt in dem die Kinder, wenn sie denn möchten, basteln oder kurz gesagt: ihre Zeit verbingen können. Im Winter findet dort der Morgenkreis, als auch das Frühstück statt. Ansonsten sind die Kleinen durchgehend an der frischen Luft und das sehr gerne. Mein Großer, der jetzt bereits seit zwei Jahren ein Waldkind ist, kann sich nichts besseres vorstellen. Er möchte überhaupt nicht rein. Macht der Kindergarten hin und wieder einen Ausflug gibt es immer wieder ein paar Diskussionspunkte wieso er heute nicht draußen spielen darf. Der Wald, die Natur und alles, was damit zu tun hat ist sein Element. Und ich denke, das ist bei vielen Kindern so. Wir Erwachsenen stehen uns dabei nur oft selbst im Weg.

Waldkindergarten: Was heißt das?

Als ich mich dazu entschloss meine Kleine auch im Waldkindergarten anzumelden, begann ich nämlich für mich erneut mit dieser Gedankenkaskade: „Ist die Natur wirklich etwas für sie. Sie friert so schnell, wird ihr nicht zu schnell kalt werden?“ Ich kann euch beruhigen. Die Kinder lieben es. Und auch meine Tochter winkte mir bereits nach zwei Tagen, um mich zu verabschieden. Das war es mit unserer Eingewöhnung. Einen Tag lief ich eine Stunde mit. Am nächsten holte ich mir etwas länger einen Kaffee mit einer anderen Mama und am dritten fuhr ich für zwei Stunden nach Hause. In der darauf folgenden Woche blieb sie drei Stunden. Dannach die Woche vier und seit zwei Wochen bleibt sie die vorgesehenen fünf Stunden. Sie geht alle Wege problemlos mit. Hat Spaß. Beginnt zu sprechen und entdeckt die Natur wirklich auf eine wundervolle Art und Weise.

Ich bin ein absoluter Stadtmensch. War ein Stadtkind. Habe dem Wald oder Natur nie wirklich große Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn ich heute sehe, wie meine Kinder den Wald für sich zum spielen entdecken, bin ich einfach nur glücklich. Welch ein Geschenk aus Ästen, Naturmaterialien oder ähnliches Spielzeug zu erschaffen, Tipis zu bauen oder sogar Musikinstrumente.

 

Welche Ausrüstung benötige ich für mein Kind im Waldkindergarten?

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Ich liebe es wirklich sehr. Doch was brauchen Kinder als eine Art Ausrüstung, wenn sie einen Waldkindergarten besuchen? Im ersten Jahr habe ich noch allerhand Zeugs hier angeschafft, aber im Grunde ist der Bedarf recht klein:

  1. Gutes Schuhwerk in dem das eigene Kind gut laufen kann
  2. Wasserdichtes Schuhwerk an Regentagen – Ich kann Kamik, Timberland und super Fit sehr empfehlen
  3. Winddichte Kleidung
  4. Lange Unterwäsche
  5. Bequeme Kleidung // Engelbert Strauss sind hier sehr gut aufgestellt für Kinder
  6. Thermoleggins
  7. Matschhose besser als Anzug, wg. Pipi machen
  8. Mütze und Schal bzw. Loop
  9. Praktischer Kinderrucksack mit Brustgurt (sehr wichtig, finde ich)
  10. Kleines Handtuch für den Kindergartenrucksack
  11. Brotdose mit mehreren Fächern für mehr Auswahl beim Frühstück zum Beispiel von Mepal
  12. Trinkflasche (bei uns für Sprudelwasser – sehr zu empfehlen Alfi)
  13. Thermobecher für heiße Getränke im Winter – wir lieben diesen hier, weil Spühlmaschinenfest, heiße oder kalte Getränke gehen, mit Strohhalm
  14. Stulpen für die Füße an sehr kalten Tagen
  15. Handschuhe

 

Das war es zu unserer Eingewöhnung und wie wir sogar die kalten Tage gut überstanden kriegen. Habt ihr auch Kinder im Waldkindergarten? Und wenn ja, vielleicht noch Tipps und Tricks, die ich nicht erwähnt habe? Solltet ihr gerne mal so ein typisches Waldoutfit von den Kids sehen, schreibt mir gerne in die Kommentare.

 

 

Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen.
Eure Alina

Ich bin 30 Jahre jung und inzwischen Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder. Kochen, backen und tanzen zusammen.

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