Liebling? Wie finde ich endlich MEINEN beruflichen Weg?

Berufliche Zufridenheit finden Erfahrungen

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Als ich damals mein Abitur abschloss war mir eigentlich eins sofort bewusst: ich wusste nicht wohin. Was jetzt? Was möchte ich machen? Wo sehe ich mich in 5 Jahren? All diese unendlich vielen Fragen und keine einzige Antwort auch nur ansatzweise in Sicht. Meine Freundinnen alle so vereint durch ihre Entschlossenheit. Das musste nicht einmal durch ihre klare berufliche Vision sein. Nein! Ganz im Gegenteil. Die eine wollte nach Australien. Reisen, ihre Leidenschaft. Die andere wollte Kunst studieren und gab alles um auf ihrer Wunschuni, einer der renommiertesten Kunstunis in NRW, angenommen zu werden. Sie steckte so viel Kritik ein. Verarbeitete sie in kreativen Gebilden. Am Ende wurde sie einer der Auserwählten.

Schon während des Abiturs zeichnete sich meine Unentschlossenheit für meinen beruflichen Werdegang im inneren meiner Selbst ziemlich deutlich ab. In der zwölften Klasse hatte ich mal so einen Anflug einer beruflichen Idee und nahm Biologie als Leistungskurs. Das Ziel? Medizin. Seit meine Oma an Krebs erkrankte, geisterte dieser Gedanke unaufhörlich in mir umher. Doch mit ihm auch die Selbstzweifel es sowieso nicht zu schaffen. Meine schlechten Noten ein Beweis für mein schon lange erbautes Selbstzweifel Gebilde. Ich fehlte in der Schule. Ich schrieb schlechte Noten – was blieb? Die Überzeugung dem nötigen Intellekt der gebildeten Gesellschaft nicht gerecht zu sein. 

Also? Welche beruflichen Pfade dann einschlagen? Gute Frage – nächste Frage. Ich hatte wirklich nicht einmal den Hauch einer Idee. Als ich dann letztendlich nach etlichen Höhen und Tiefen mein Abitur doch noch in den Händen halten durfte, änderte dies jedoch nichts an meiner Unentschlossenheit. Ein Beruf? Was war das eigentlich? Ein Mittel um Geld zu verdienen für ein Leben das ich mir wünschte? Eine Erfüllung? Eine Chance? Ein Weg, um mich zu definieren. Du bist, was du arbeitest? Da stand ich nun. Unentschlossen und verloren.

Ich machte Tests, besuchte die Agentur für Arbeit, absolvierte Praktika und versuchte an irgendwas Freude zu entwickeln. Ein halbes Jahr ging das so. Ich reiste nach Hamburg. Fand meine Stadt. Dachte an Eventmanagerin und ein neues Leben. Am Ende jedoch verschlug es mich ins Krankenhaus. Chirurgie. Die ersten Tage waren sehr befremdlich. All diese intimen Herausforderungen im pflegerischen Alltag. Doch der Kontakt mit Menschen ließ mich aufblühen. All die Geschichten der älteren und auch jüngeren Generation. Die Lebensweisheiten. Unnötigen Witze. Small Talk mal lustig mal flach, aber stets im Kontakt. Wenn man sich Mühe gab, fand man wirklich einen unfassbar bereichernden Zugang zu den Menschen. Aber irgendwie war mir dies auch in die Wiege gelegt worden. In dem, was ich da tat, war ich einfach gut. Richtig gut. So fragte mich das Krankenhaus von sich aus, ob sie mich übernehmen könnten für eine Ausbildung und bis dahin als Pflegehelferin. Ich verdiente für damals 19 Jahre richtig gutes Geld und gab leider auch jeden Cent aus. ABER! Das Leben machte Freude.

Pflegemangel und andere Katastrophen

Dann das Examen. Ich ging mit der Bestnote raus. Doch nicht nur dasauch schwanger. Mein Krankenhaus übernahm mich natürlich nicht und so suchte ich etwas Neues. Der Plan Intensivstation, aber da konnte ich schwanger nicht mehr hin. Mein Weg führte mich auf die Geriatrie. Eine Station auf die ich nie wollte. Doch ich konnte Pflegen und gut mit Menschen, also machten mir demenziell veränderte Menschen nichts aus. Eine vom Krieg gezeichnete Generation. Eine teils vom alten Frauenbild geprägte Generation. So gebeutelt und doch auch sehr fordernd zum Teil. So nette Menschen es gibt, so durchweg frustrierte ältere Menschen lassen sich finden. Es war anstrengend. So anstrengend, dass ich die Lust an der Pflege verlor. Hinzu kam der stetig sich weiter entwickelnde Pflegemangel. Pflege unter den schrecklichsten Bedingungen. Pflege an Menschen, die ohnehin viel Zeit, Vertrauen und Wertschätzung von Menschen, aber auch der jüngeren Generation benötigen für einen guten Pflegeprozess. Alles was mein ganzes Naturell so gerne geben wollte, aber was unmöglich gewesen ist aufgrund der sich immer deutlicheren aufzeigenden Lage im Krankenhausalltag. Doch damit nicht genug. Berufliche Bedingungen, unter denen nicht einmal Tiere gehalten werden würden. Es war eine Schande für uns, die Menschen, aber auch das ganze System.

Ich wurde krank. Verlor meine Haare. Immer und immer mehr von ihnen. Ich verlor den Glauben an ein System, für das ich stand. Verlor die Freude am Helfen und Gebrauchtwerden in unserem Gesundheitssystem. Musste zusehen wie ich all die Ideale, für die ich einst stand, für die ich arbeitete und das mit mehr als nur Leidenschaft für einen Beruf, ich Tag für Tag an der Pforte meines Krankenhauses abgab, weil ich ihnen schlicht weg nicht gerecht werden konnte. Das Zusammenspiel aus Medizin und Pflege, das ich einst so liebte, für die uns die einen jedoch als nicht fähig betrachteten und die anderen und als die Po-Abwischer noch heute degradieren. Ein Berufsbild das alles in mir erfüllte. Für das ich förmlich brannte.

Ausgelöscht.

Seitdem suche ich nach meinem beruflichen Werdegang. Dachte als ich schrieb, das ist es. Aber diese Oberflächlichkeit im Gespräch mit Firmen, Agenturen und Unternehmen lässt sich mir die Haare aufstellen. Dieser Drang Zahlen aufzeigen zu müssen, um Verkäufe zu generieren, während mein Herz immer schon dafür schlug Menschen zu bereichern und zutiefst zu inspirieren. Auch das kann mit guter Werbung funktionieren. Ich kaufe auch gerne und bin für gute Empfehlungen, die mich oder meine Familie bereichern sehr dankbar, aber als Dauerwerbesendung um sich wirklich sein Leben finanzieren zu können?

Ich nahm Abstand von diesem Weg. Ging zurück in meinen sozialen Beruf. Dieses Mal mit Menschen, die mit einer psychischen Behinderung leben. Keine Pflege, aber viel emotionale Arbeit. Aber angekommen? Fühle ich mich immer noch nicht. Und nun stehe ich erneut vor der Frage – welcher soll es sein? Welcher Weg ist für mich gemacht? Gibt es ihn überhaupt und wird es je einen Beruf geben, der MICH glücklich macht?

Über diese Frage und ja vielleicht auch ein Stück weit Verzweiflung bin ich zum online Coaching von Aha Retreats gestoßen. Ein Coaching Programm für die berufliche Neuorientierung. Eine Chance für mich nun doch endlich meinen Traumjob zu finden? Denn von einem habe ich letztendlich genug: immer zu jammern und nie anzukommen. Und selbst wenn dies nicht der Weg ist, um dort anzukommen,, wo ich hin möchte, so habe ich doch endlich damit begonnen loszugehen, um herauszufinden wo ich hin möchte und das ist tausendmal besser als Stillzustehen und darauf zu warten, dass sich endlich eine Zufriedenheit einstellt, weil man doch eigentlich alles hat, was man braucht.

Auf zum Traumjob mit Aha Retreats

Ich denke jedoch, dass ich auf einem guten Weg bin mit diesem Coaching von Aha Retreats und der Frage: wie ich in vier Phasen zu dem Job komme der mir gefällt, denn ich habe noch nicht viel erarbeitet, aber das, was ich bis jetzt aufgenommen habe, hat mir bereits jetzt schon gezeigt was ich auf jeden Fall NICHT mehr tun möchte und welche Richtung ich wohl einschlagen muss, um das zu finden, wonach ich schon so lange suche.

Ich bin gespannt und werde euch mit Sicherheit wieder am Ende meines Weges berichten ;)

 

Eure Alina!

 

Tags: beruflicher Werdegang, Elternzeit, Krankenschwester, Neuorientierung

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Ich bin 30 Jahre jung und inzwischen Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder. Kochen, backen und tanzen zusammen.
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